Postprandialer Blutzucker
ENPostprandial glucose
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Postprandialer Blutzucker bezeichnet die Glukosewerte nach einer Mahlzeit, die typischerweise innerhalb von 30–90 Minuten (meist etwa 60 Minuten nach gemischten Mahlzeiten) ihr Maximum erreichen und sich anschließend dem Nüchternwert annähern; die klinisch übliche Messung nach 2 Stunden erfasst die Rückkehr zum Ausgangswert, nicht das eigentliche Spitzenniveau. Höhe und Dauer des Anstiegs spiegeln Kohlenhydratmenge und -qualität, Magenentleerung, Insulinantwort und Gewebsaufnahme wider. Wiederholt hohe Spitzen (ein bei Stoffwechselgesunden selten überschrittener Wert liegt bei etwa 140 mg/dl) sind in graduierter Weise mit Gefäßrisiko und kardiovaskulären Erkrankungen assoziiert, weshalb postprandiale Kontrolle in metabolisch- und longevity-orientierter Ernährung zentral ist.
Quellen
- Ceriello A. (2005). Postprandial hyperglycemia and diabetes complications: is it time to treat?. *Diabetes*doi:10.2337/diabetes.54.1.1
- Ceriello A, Hanefeld M, Leiter L, Monnier L, Moses A, Owens D, Tajima N, Tuomilehto J. (2004). Postprandial Glucose Regulation and Diabetic Complications. *Archives of Internal Medicine*doi:10.1001/archinte.164.19.2090
