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Therapeutika

Gentherapie (im Longevity-Kontext)

ENGene therapy (in longevity context)

Gentherapie schleust genetisches Material ein, um Gene zu ergänzen, stillzulegen oder zu editieren – meist über AAV-Vektoren für stabile Transgen-Expression und Lipid-Nanopartikel für den transienten Transport von Nukleinsäuren (z. B. mRNA, Gene-Editing-Komponenten). Longevity-Kandidaten sind u. a. Telomerase (TERT), Follistatin, Klotho sowie partielle Reprogrammierung mittels OSK (Oct4, Sox2, Klf4 – drei der vier Yamanaka-Faktoren, c-Myc entfällt zur Reduktion onkogener Risiken). Belastbare Daten existieren bei Nagern; humane Anwendungen bleiben präklinisch oder laufen als kleine Offshore- bzw. patientenfinanzierte Programme außerhalb FDA-regulierter Studien (z. B. BioViva, Libella). Risiken: Immunogenität, Onkogenität, Off-Target-Editierung; eine zugelassene Anti-Aging-Gentherapie existiert nicht.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Yu C, Li J, Sun Y, Pan X, Liu J, Hou L. (2023). Gene therapy strategies targeting aging-related diseases. *Aging and Disease*doi:10.14336/ad.2022.00725
  2. López-Otín C, Blasco MA, Partridge L et al.. (2023). Hallmarks of Aging: An Expanding Universe. *Cell*doi:10.1016/j.cell.2022.11.001