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Therapeutika

Pioglitazon

ENPioglitazone

Pioglitazon ist ein Thiazolidindion-PPARγ-Agonist, der als Insulinsensitizer für den Typ-2-Diabetes mellitus zugelassen ist. Es wirkt primär, indem es die Differenzierung und Lipidaufnahme von Adipozyten fördert, ektope Fettablagerungen reduziert und die systemische Insulinsensitivität verbessert. Die PPARγ-Aktivierung moduliert zudem die inflammatorische Genexpression und begünstigt eine anti-inflammatorische Makrophagenpolarisierung, was das Interesse an Pioglitazon für altersassoziierte Erkrankungen jenseits der Blutzuckerkontrolle geweckt hat. Die IRIS-Studie (Kernan et al., 2016, NEJM) zeigte bei nicht-diabetischen Patienten mit Insulinresistenz und vorausgegangenem Schlaganfall oder TIA eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse. Nir Barzilai und Kollegen haben Pioglitazon in Geroscience-Kohortendiskussionen als Kandidaten angeführt, der metabolische und inflammatorische Hallmarks des Alterns adressiert. Langzeitsicherheitsbedenken umfassen ein erhöhtes Risiko für Herzinsuffizienz, Knochenverlust und eine mögliche Assoziation mit Blasenkrebs; Frankreich und Deutschland setzten die Anwendung 2011 nach Sicherheitssignalen aus, während die EMA die Zulassung EU-weit nicht zurückzog, aber Kontraindikationen (aktiver oder früherer Blasenkrebs, nicht abgeklärte Hämaturie) und strenge Kennzeichnungsauflagen hinzufügte, was den experimentellen Einsatz als Longevity-Mittel einschränkt.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Kernan WN, Viscoli CM, Furie KL et al.. (2016). Pioglitazone after Ischemic Stroke or Transient Ischemic Attack (IRIS Trial). *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMoa1506930