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Sport & Fitness

Mitochondriale Respirationskapazität

ENMitochondrial respiratory capacity

Die mitochondriale Respirationskapazität bezeichnet die maximale Sauerstoffflussrate durch die Elektronentransportkette (ETC) unter substrat- und ADP-gesättigten Bedingungen und ist von der mitochondrialen Dichte (Organellenanzahl) konzeptionell zu unterscheiden. Präzise quantifiziert wird sie ex vivo mittels hochauflösender Respirometrie (HRR) in permeabilisierten Muskelfasern: Die OXPHOS-gekoppelte Zustand-3-Respiration misst den ATP-gekoppelten Fluss, während die FCCP-entkoppelte Respiration (ETS-Kapazität) die theoretische Obergrenze der Elektronentransferkapazität der inneren Mitochondrienmembran offenbart. Wesentliche Determinanten sind die katalytische Aktivität der Komplexe I–IV, die innere Membranoberfläche und die Verfügbarkeit von Elektronendonoren (NADH, FADH₂). Eine verringerte ETS-Kapazität im Alter, teilweise durch Cristae-Remodeling und Komplex-I-Dysfunktion, korreliert mit einem Rückgang von VO2max, Insulinsensitivität und körperlicher Funktion; aerobes Training und kalorische Restriktion steigern die ETS-Kapazität auch bei älteren Erwachsenen.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Gnaiger E. (2009). Capacity of oxidative phosphorylation in human skeletal muscle: new perspectives of mitochondrial physiology. *International Journal of Biochemistry and Cell Biology*doi:10.1016/j.biocel.2009.03.013