Zum Inhalt springen
Zurück zum Glossar
Zellbiologie

Hippo / YAP-TAZ-Signalweg

ENHippo / YAP-TAZ pathway

Der Hippo-Signalweg bezeichnet eine evolutionär konservierte Kinasekaskade, mit den Kinasen MST1/2 und LATS1/2 im Zentrum, die Organgröße, Gewebehomöostase und Stammzellaktivität kontrolliert, indem sie die transkriptionellen Ko-Aktivatoren YAP (Yes-assoziiertes Protein) und TAZ (transkriptioneller Ko-Aktivator mit PDZ-Bindemotiv) phosphoryliert und dadurch inaktiviert. Wenn der Hippo-Weg aktiv ist, werden phosphoryliertes YAP/TAZ im Zytoplasma zurückgehalten oder abgebaut; bei inaktivem Weg translozieren YAP/TAZ in den Zellkern, assoziieren mit TEAD-Transkriptionsfaktoren und aktivieren proproliferative und antiapoptotische Genprogramme. Mechanische Reize, Zelldichte, Steifigkeit der extrazellulären Matrix und G-Protein-gekoppelte Rezeptorsignale konvergieren auf dem Weg. Im Alter kann die erhöhte Gewebesteifigkeit die YAP/TAZ-Regulation stören und zu beeinträchtigter Regeneration und Fibrose beitragen; zudem werden YAP/TAZ mit dem SASP und Seneszenz-Bypass-Phänotypen in Verbindung gebracht.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Harvey KF, Zhang X, Thomas DM. (2013). The Hippo pathway and human cancer. *Nature Reviews Cancer*doi:10.1038/nrc3458
  2. Moya IM, Halder G. (2019). Hippo–YAP/TAZ signalling in organ regeneration and regenerative medicine. *Nature Reviews Molecular Cell Biology*doi:10.1038/s41580-018-0086-y