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Zellbiologie

Heterochromatin-Verlust

ENHeterochromatin loss

Heterochromatin ist die kondensierte, transkriptionell reprimierte Chromatinfraktion, die durch Histonmodifikationen wie H3K9me2/3 und H3K27me3 gekennzeichnet und durch Faktoren wie HP1-Proteine, polycomb-repressive Komplexe und DNA-Methylierung aufrechterhalten wird; sie bringt repetitive Elemente zum Schweigen, sichert die Genomstabilität und erzwingt zelltypspezifische Genexpressionsmuster. Mit zunehmendem Alter erfährt Heterochromatin – insbesondere konstitutives Heterochromatin in perizentromerischen und telomeren Regionen – einen fortschreitenden Verlust und eine räumliche Reorganisation, ein Prozess, der mit der De-Repression von Retrotransposons, ektopischer Genexpression und genomischer Instabilität assoziiert ist. Lamin-A-Dysfunktion, der Rückgang von HDAC-Sirtuinen und die durch DNA-Methylierungsuhren erfasste epigenetische Drift konvergieren mechanistisch auf der Heterochromatin-Erosion, was sie zu einem postulierten vorgelagerten Treiber macht, der mehrere Hallmarks des Alterns miteinander verbindet.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Kellum R, Alberts BM. (1995). Heterochromatin protein 1 is required for correct chromosome segregation in Drosophila embryos. *Journal of Cell Science*doi:10.1242/jcs.108.4.1419
  2. Fraga MF, Agrelo R, Esteller M. (2007). Epigenetics and aging: the targets and the marks. *Trends in Genetics*doi:10.1016/j.tig.2007.05.008