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Genetik

GWAS (genomweite Assoziationsstudie)

ENGWAS (Genome-wide association study)

Eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) ist ein unvoreingenommenes Screening häufiger Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNPs, typischerweise Minorallel-Frequenz >1–5%) über das gesamte Genom, um Loci zu identifizieren, die statistisch mit einem Merkmal oder einer Erkrankung assoziiert sind. Dabei wird eine strenge Signifikanzschwelle von p<5×10⁻⁸ eingesetzt, um multiples Testen von ~1 Million Tag-SNPs im Kopplungsungleichgewicht (LD) mit benachbarten Varianten zu kontrollieren. GWAS basiert auf der Common-Disease/Common-Variant-Hypothese und ist für polygene Merkmale optimiert; die meisten entdeckten Varianten haben bescheidene individuelle Effektgrößen (OR 1,05–1,3) und erfordern sehr große Stichprobengrößen (Zehntausende bis Hunderttausende), um zuverlässig detektiert zu werden. Bei Langlebigkeit sind GWAS-Befunde vergleichsweise spärlich: Der APOE-Locus (insbesondere ε2-Protektion und ε4-Risiko) ist mit Abstand der stärkste und am häufigsten replizierte Treffer für außergewöhnliche Langlebigkeit; andere Kandidaten wie FOXO3, TOMM40/APOC1 und CDKN2B-AS1 werden durch einige Studien gestützt, entbehren aber einer universellen Replikation. Der bescheidene GWAS-Ertrag für Langlebigkeit spiegelt wahrscheinlich ihre heterogene, polygene und spät wirkende genetische Architektur wider.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Bush WS, Moore JH. (2012). Chapter 11: Genome-wide association studies. *PLOS Computational Biology*doi:10.1371/journal.pcbi.1002822
  2. McCarthy MI, Abecasis GR, Cardon LR, et al.. (2008). Genome-wide association studies for complex traits: consensus, uncertainty and challenges. *Nature Reviews Genetics*doi:10.1038/nrg2344