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Zellbiologie

Glutathion

ENGlutathione

Glutathion (GSH) ist das mengenmäßig bedeutendste intrazelluläre niedermolekulare Thiol und wird in zwei ATP-abhängigen Schritten aus Glutamat, Cystein und Glycin durch die Glutamat-Cystein-Ligase (GCL) und die Glutathionsynthetase hergestellt. Es dient als Substrat für Glutathionperoxidasen (GPx), die Wasserstoffperoxid und Lipidhydroperoxide neutralisieren, wird durch Glutathion-S-Transferasen an elektrophile Toxine konjugiert und hält den Thiol-Redoxstatus von Proteinen aufrecht. Der Gesamt-GSH-Gehalt nimmt im Alter in den meisten Geweben ab, bedingt durch verminderte Biosynthese und gesteigerte Oxidationslast, und ein niedriges GSH:GSSG-Verhältnis ist mit beschleunigter zellulärer Seneszenz und erhöhtem Krankheitsrisiko assoziiert. N-Acetylcystein und Glycin-Supplementierung werden derzeit als Ansätze untersucht, um den GSH-Spiegel älterer Erwachsener zu normalisieren.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Kumar et al.. (2023). Supplementing Glycine and N-Acetylcysteine (GlyNAC) in Older Adults Improves Glutathione Deficiency, Oxidative Stress, Mitochondrial Dysfunction, Inflammation, Physical Function, and Aging Hallmarks: A Randomized Clinical Trial. *The Journals of Gerontology: Series A*doi:10.1093/gerona/glac135
  2. Ballatori et al.. (2009). Glutathione dysregulation and the etiology and progression of human diseases. *Biological Chemistry*doi:10.1515/BC.2009.033