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Biomarker

F2-Isoprostane

ENF2-isoprostanes

F2-Isoprostane sind eine Familie prostaglandin-F2α-ähnlicher Verbindungen, die nicht-enzymatisch durch radikalvermittelte Peroxidation von in Phospholipiden veresterter Arachidonsäure entstehen; sie werden in das Plasma freigesetzt und im Urin ausgeschieden, wobei 8-iso-PGF2α (iPF2α-III) die am häufigsten gemessene Spezies ist. Da ihre Produktion von der Rate der Lipidperoxidation in vivo abhängt und unter üblichen Messbedingungen unabhängig von der diätetischen Fettsäurezufuhr ist, gelten urinäre F2-Isoprostane als der zuverlässigste In-vivo-Biomarker für systemischen oxidativen Stress. Erhöhte Werte finden sich konsistent bei Rauchern, adipösen Personen, Diabetikern sowie bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder neurodegenerativen Störungen; die Werte sinken unter antioxidantienreicher Ernährung, Kalorienrestriktion und körperlicher Bewegung. In epidemiologischen Studien sagen höhere F2-Isoprostan-Werte kardiovaskuläre Ereignisse voraus und sind mit beschleunigtem biologischem Altern assoziiert.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Morrow JD, Hill KE, Burk RF, Nammour TM, Badr KF, Roberts LJ 2nd. (1990). A series of prostaglandin F2-like compounds are produced in vivo in humans by a non-cyclooxygenase, free radical-catalyzed mechanism. *Proceedings of the National Academy of Sciences USA*doi:10.1073/pnas.87.23.9383