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Biomarker

Lp(a) (Lipoprotein(a))

Lipoprotein(a) ist ein LDL-ähnliches Partikel, bei dem Apolipoprotein(a) kovalent über eine Disulfidbrücke an apoB-100 gebunden ist. Die Plasmakonzentration ist zu einem großen Anteil (häufig mit rund 70–90 % angegeben) genetisch festgelegt und im Erwachsenenalter weitgehend stabil, obgleich z. B. bei Menopause, Nierenerkrankungen oder Entzündungen moderate Veränderungen vorkommen können. Mendelsche Randomisierungsstudien am LPA-Locus stützen einen kausalen Beitrag erhöhter Lp(a)-Werte zu Herzinfarkt, ischämischem Schlaganfall und kalzifizierender Aortenklappenstenose. Da Ernährung und Lebensstil kaum Einfluss haben, sollte Lp(a) mindestens einmal im Leben bestimmt werden. Gemäß den EAS-2022-Schwellenwerten gelten Rule-in-Werte von >50 mg/dl (>125 nmol/l) und Rule-out-Werte von <30 mg/dl (<75 nmol/l).

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Kronenberg F, Mora S, Stroes ES, Ference BA, Arsenault BJ, Berglund L, et al.. (2022). Lipoprotein(a) in atherosclerotic cardiovascular disease and aortic stenosis: a European Atherosclerosis Society consensus statement. *European Heart Journal*doi:10.1093/eurheartj/ehac361
  2. Clarke R, Peden JF, Hopewell JC, Kyriakou T, Goel A, Heath SC, et al.. (2009). Genetic variants associated with Lp(a) lipoprotein level and coronary disease. *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMoa0902604