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Sport & Fitness

Typ-I- und Typ-II-Muskelfasern

ENType I vs Type II muscle fibers

Geprüft von

Skelettmuskelfasern werden auf Grundlage der Expression schwerer Myosinketten-Isoformen, des Stoffwechselprofils und der Kontraktionsgeschwindigkeit grob in Typ-I- (langsam-oxidativ) und Typ-II-Fasern (schnell-glykolytisch und schnell-oxidativ-glykolytisch) eingeteilt. Typ-I-Fasern sind ermüdungsresistent, mitochondrienreich und auf oxidativen Stoffwechsel angewiesen; sie dominieren bei Ausdauerbelastungen und dem Zone-2-Training. Typ-II-Fasern, unterteilt in IIa (intermediär) und IIx (schnell-glykolytisch; der bei Nagern beschriebene IIb-Fasertyp fehlt beim Menschen), erzeugen höhere Kraft und Leistung, ermüden aber rascher und werden bei schwerem Krafttraining und Sprint bevorzugt rekrutiert. Im Alterungsprozess zeigen Typ-II-Fasern eine selektive Atrophie und Denervierung vor Typ-I-Fasern, was zu Dynapenie und erhöhtem Sturzrisiko beiträgt; Kraft- und Schnellkrafttraining erhält und hypertrophiert diese schnellen Fasern bevorzugt.

Quellen

  1. Burke RE, Levine DN, Tsairis P, Zajac FE. (1973). Physiological types and histochemical profiles in motor units of the cat gastrocnemius. *Journal of Physiology*doi:10.1113/jphysiol.1973.sp010369
  2. Schiaffino S, Reggiani C. (2011). Fiber types in mammalian skeletal muscles. *Physiological Reviews*doi:10.1152/physrev.00031.2010