Typ-I- und Typ-II-Muskelfasern
ENType I vs Type II muscle fibers
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Skelettmuskelfasern werden auf Grundlage der Expression schwerer Myosinketten-Isoformen, des Stoffwechselprofils und der Kontraktionsgeschwindigkeit grob in Typ-I- (langsam-oxidativ) und Typ-II-Fasern (schnell-glykolytisch und schnell-oxidativ-glykolytisch) eingeteilt. Typ-I-Fasern sind ermüdungsresistent, mitochondrienreich und auf oxidativen Stoffwechsel angewiesen; sie dominieren bei Ausdauerbelastungen und dem Zone-2-Training. Typ-II-Fasern, unterteilt in IIa (intermediär) und IIx (schnell-glykolytisch; der bei Nagern beschriebene IIb-Fasertyp fehlt beim Menschen), erzeugen höhere Kraft und Leistung, ermüden aber rascher und werden bei schwerem Krafttraining und Sprint bevorzugt rekrutiert. Im Alterungsprozess zeigen Typ-II-Fasern eine selektive Atrophie und Denervierung vor Typ-I-Fasern, was zu Dynapenie und erhöhtem Sturzrisiko beiträgt; Kraft- und Schnellkrafttraining erhält und hypertrophiert diese schnellen Fasern bevorzugt.
Quellen
- Burke RE, Levine DN, Tsairis P, Zajac FE. (1973). Physiological types and histochemical profiles in motor units of the cat gastrocnemius. *Journal of Physiology*doi:10.1113/jphysiol.1973.sp010369
- Schiaffino S, Reggiani C. (2011). Fiber types in mammalian skeletal muscles. *Physiological Reviews*doi:10.1152/physrev.00031.2010
