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Biomarker

Homocystein

ENHomocysteine

Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die im Methioninstoffwechsel entsteht und über Remethylierungs- oder Transsulfurierungswege abgebaut wird, die auf Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 angewiesen sind. Erhöhtes Plasma-Homocystein zeigt einen gestörten C1-Stoffwechsel an und ist mit endothelialer Dysfunktion, Atherosklerose und Schlaganfall assoziiert; kognitiver Abbau und Demenz sind beobachtungsbasiert verknüpft, die Kausalität ist jedoch unsicher. Große randomisierte Studien zur B-Vitamin-Gabe (HOPE-2, NORVIT, VISP, SEARCH, VITATOPS) haben kardiovaskuläre Ereignisse insgesamt nicht konsistent reduziert; einige Metaanalysen deuten auf eine geringe Senkung des Schlaganfallrisikos hin. Homocystein gilt daher vor allem als Risiko- und Stoffwechselmarker.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Wald DS, Law M, Morris JK. (2002). Homocysteine and cardiovascular disease: evidence on causality from a meta-analysis. *BMJ*doi:10.1136/bmj.325.7374.1202
  2. Wald DS, Kasturiratne A, Simmonds M. (2011). Serum homocysteine and dementia: meta-analysis of eight cohort studies including 8669 participants. *Alzheimer's & Dementia*doi:10.1016/j.jalz.2010.08.234
  3. Smith AD, Refsum H, Bottiglieri T, Fenech M, Hooshmand B, McCaddon A, et al.. (2018). Homocysteine and dementia: an international consensus statement. *Journal of Alzheimer's Disease*doi:10.3233/JAD-171042