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Biomarker

Nüchternglukose

ENFasting glucose

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Die Nüchternglukose ist die Blutzuckerkonzentration im Plasma nach mindestens acht Stunden ohne Kalorienzufuhr. Sie spiegelt die basale Glukosehomöostase wider, die durch hepatische Glukoseproduktion, β-Zell-Insulinsekretion, periphere Insulinsensitivität und gegenregulatorische Hormone wie Glukagon bestimmt wird, ergänzt durch die renale Glukosehandhabung. Dauerhaft erhöhte Werte weisen auf eine gestörte Nüchternglukose, einen Prädiabetes oder Typ-2-Diabetes hin; Mendelsche Randomisierung stützt einen kausalen Effekt höherer Nüchternglukose auf die koronare Herzkrankheit. Auch im oberen Normbereich gehen steigende Werte mit erhöhtem Risiko einher; stabile niedrig-normale Werte gelten als günstig.

Quellen

  1. Stratton IM, Adler AI, Neil HA, Matthews DR, Manley SE, Cull CA, et al.. (2000). Association of glycaemia with macrovascular and microvascular complications of type 2 diabetes (UKPDS 35): prospective observational study. *BMJ*doi:10.1136/bmj.321.7258.405