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Hormesis & Stressoren

Kälteexposition

ENCold exposure

Geprüft von

Kälteexposition bezeichnet die gezielte Anwendung von Kälte über kalte Duschen, Eisbäder oder Kryotherapie als hormetischen Reiz. Akute Kälte löst eine Noradrenalin-Ausschüttung und periphere Vasokonstriktion aus und kann bei ausreichender Intensität eine Zitterthermogenese hervorrufen; manche Protokolle sind bewusst zitterfrei. Sie kann braunes Fettgewebe aktivieren, wobei die BAT-Aktivierung beim Menschen je nach Protokoll und Messmethode stark variiert. Berichtete Wirkungen umfassen verbesserte Kältetoleranz und subjektive Wachheit; die Evidenz für metabolische, immunologische oder lebensverlängernde Effekte beim Menschen ist begrenzt und uneinheitlich.

Quellen

  1. van Marken Lichtenbelt WD, Vanhommerig JW, Smulders NM, Drossaerts JM, Kemerink GJ, Bouvy ND, Schrauwen P, Teule GJ. (2009). Cold-activated brown adipose tissue in healthy men. *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMoa0808718
  2. van der Lans AA, Hoeks J, Brans B, et al.. (2013). Cold acclimation recruits human brown fat and increases nonshivering thermogenesis. *Journal of Clinical Investigation*doi:10.1172/JCI68993