Kälteexposition
ENCold exposure
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Kälteexposition bezeichnet die gezielte Anwendung von Kälte über kalte Duschen, Eisbäder oder Kryotherapie als hormetischen Reiz. Akute Kälte löst eine Noradrenalin-Ausschüttung und periphere Vasokonstriktion aus und kann bei ausreichender Intensität eine Zitterthermogenese hervorrufen; manche Protokolle sind bewusst zitterfrei. Sie kann braunes Fettgewebe aktivieren, wobei die BAT-Aktivierung beim Menschen je nach Protokoll und Messmethode stark variiert. Berichtete Wirkungen umfassen verbesserte Kältetoleranz und subjektive Wachheit; die Evidenz für metabolische, immunologische oder lebensverlängernde Effekte beim Menschen ist begrenzt und uneinheitlich.
Quellen
- van Marken Lichtenbelt WD, Vanhommerig JW, Smulders NM, Drossaerts JM, Kemerink GJ, Bouvy ND, Schrauwen P, Teule GJ. (2009). Cold-activated brown adipose tissue in healthy men. *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMoa0808718
- van der Lans AA, Hoeks J, Brans B, et al.. (2013). Cold acclimation recruits human brown fat and increases nonshivering thermogenesis. *Journal of Clinical Investigation*doi:10.1172/JCI68993
