79 Studien
Forschungsbibliothek
Peer-reviewed Papers aus Top-Journals, zusammengefasst und nach Evidenzstärke bewertet. Updates jeden Mo, Mi & Fr.
10.–16. Mai 2026
4Creatin plus Krafttraining könnte postmenopausalen Frauen helfen, Muskeln und Kraft zu erhalten
In sieben Studien mit postmenopausalen Frauen brachte Creatin zusammen mit Resistance Training kleine, aber echte Zugewinne an Magermasse und Beinkraft. Der Sweet Spot lag bei mindestens 5 Gramm pro Tag plus Krafttraining. Niedrigere Dosen ohne Sport bewirkten nichts, und auch die Knochendichte veränderte sich nicht. Nebenwirkungen waren mild und entsprachen Placebo.
Blut-NAD+-Spiegel bleiben mit dem Alter konstant und stellen gängige Aging-Theorie infrage
Eine der meistwiederholten Annahmen in der Longevity-Szene lautet: NAD+ sinkt mit dem Alter, eine Erzählung, die NR und NMN zu festen Größen im Bereich gemacht hat. Diese groß angelegte und sorgfältig kontrollierte Studie schaut genauer hin. Über sieben unabhängige Kohorten und mehr als 300 Personen hinweg blieben die Blut-NAD+-Spiegel mit zunehmendem Alter bemerkenswert stabil und veränderten sich auch nicht messbar durch Sport, eiweißreiche Ernährung oder multimodale Lifestyle-Interventionen bei älteren Erwachsenen. Wichtig: NR-Supplementierung hat die Blut-NAD+-Werte wie erwartet erhöht. Pharmakologisch wirken die Präkursoren also. Die eigentliche Frage ist nur, ob Blut-NAD+ überhaupt der richtige Messpunkt ist.
Bewegung kann Ängste lindern, besonders Mind-Body- und aerobes Training
In einer Auswertung von 10 Studien mit etwa 2.400 Erwachsenen mit generalisierter Angst fanden Forscher heraus, dass Bewegung mit weniger Angstsymptomen verbunden war. Mind-Body-Übungen wie Yoga und aerobes Training zeigten die größten Effekte, während die Ergebnisse für Krafttraining unklar blieben. Programme über 8 Wochen oder länger mit Einheiten von 21 bis 40 Minuten schienen am hilfreichsten. Die Studien unterschieden sich jedoch stark, weshalb die Autoren betonen, dass dies nur ein Hinweis ist.
Nur 5.700 tägliche Schritte senken das Sterberisiko bei älteren Erwachsenen um 13%
Eine Auswertung dutzender Studien mit über 367.000 älteren Erwachsenen zeigte, dass regelmäßiges Gehen mit niedrigerem Risiko für Tod, Krankheit und kognitiven Abbau verbunden ist. Jede zusätzlichen 1.000 Schritte pro Tag waren mit 13% weniger Sterblichkeit verknüpft. Das Gehtempo veränderte den Nutzen nicht, langsame Spaziergänge zählten also auch.
26. Apr. – 2. Mai, 2026
2Bessere Ernährung mit langsamerer epigenetischer Alterung verbunden, doch Bewegung ist entscheidender
In zwei großen US-Studien mit älteren Erwachsenen war eine hochwertigere Ernährung mit langsamerer epigenetischer Alterung und geringerem Sterberisiko verbunden. Etwa 44% des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Sterblichkeit ließen sich durch GrimAge erklären, eine biologische Aging Clock. Doch als die Forscher körperliche Aktivität berücksichtigten, verschwand der Ernährungseffekt weitgehend. Bewegung könnte genauso wichtig sein wie der Speiseplan.
Warum Muskelabbau im Alter das Krebsrisiko erhöhen könnte
Gesunde Muskeln setzen winzige Pakete namens extrazelluläre Vesikel frei, die Tumorwachstum unterdrücken. Mit dem altersbedingten Muskelabbau (Sarkopenie) werden weniger dieser schützenden Pakete ausgeschüttet. Bei Fliegen und Mäusen wuchsen Tumoren dadurch leichter. Sport reaktivierte den Pfad, der diese Anti-Tumor-Vesikel produziert.
19.–25. Apr 2026
2Cardio vs. Krafttraining bei Typ-2-Diabetes: Unterschiedliche Vorteile
Bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes wirken Cardio und Krafttraining auf unterschiedliche Weise. Aerobes Training war am besten, um Adiponectin zu erhöhen und Leptin zu senken, zwei Hormone, die mit der Fettregulation zusammenhängen. Krafttraining zeigte stärkere Rückgänge bei Entzündungsmarkern wie TNF-alpha und IL-6, besonders bei jüngeren oder übergewichtigen Personen. Die Autoren betonen, dass diese Ergebnisse hypothesengenerierend sind und keine festen Trainingsempfehlungen darstellen.
Gesunder Lebensstil veränderte Gehirnscans nicht, half aber gefährdeten Senioren
Bei älteren Erwachsenen mit Risiko für cognitive decline veränderte ein zweijähriges Programm aus Sport, besserer Ernährung und sozialem Engagement keine sichtbaren Gehirn-Biomarker wie Amyloid oder Schrumpfung. Aber Menschen mit kleinerem Hippocampus (der Gedächtniszentrale des Gehirns) profitierten kognitiv stärker von der strukturierten Variante. Lebensstiländerungen könnten also dem Denken helfen, ohne das Gehirn offensichtlich umzuformen.
5.–11. Apr 2026
2Regelmäßige Bewegung senkt Sterberisiko auch bei älteren Menschen mit Muskelschwund
Ältere Menschen mit Sarcopenia (altersbedingtem Muskelschwund) oder Schwierigkeiten bei Alltagsaufgaben hatten ein deutlich höheres Sterberisiko. Doch wer die Bewegungsempfehlungen der WHO einhielt, bei dem sank dieses Risiko stark. Das Muster zeigte sich in Studien aus den USA, Europa und China.
Staying Active in Your 40s and 50s Tied to Sharper Thinking Decades Later
Pooling data from eight studies covering over 33,000 people, researchers found that higher physical activity in midlife was linked to modestly better memory, mental processing speed, and overall thinking ability later in life. The effects were small but consistent across multiple cognitive domains. However, the results for executive function and verbal fluency weren't meaningful. Almost all studies relied on self-reported exercise, and only one looked at men and women separately.
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