Ubiquitin-Proteasom-System
ENUbiquitin-proteasome system
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Das Ubiquitin-Proteasom-System (UPS) ist ein zentraler Weg der Zelle, um kurzlebige, fehlgefaltete oder regulatorische Proteine gezielt abzubauen, und ergänzt den autophagisch-lysosomalen Abbau. Zielproteine werden in einer enzymatischen Kaskade mit Ubiquitinketten markiert: E1-Enzyme aktivieren das Ubiquitin, E2-Enzyme übertragen es, und E3-Ligasen sorgen für die Substratspezifität; K48-verknüpfte Polyubiquitinketten sind das klassische Signal für den Proteasomabbau, während andere Verknüpfungen nicht-abbauende Funktionen erfüllen. Anschließend wird das Protein im 26S-Proteasom entfaltet und in kurze Peptide gespalten. Das UPS steuert Zellzyklus, Signalwege und Stressantworten; seine Aktivität nimmt im Alter ab und trägt zum Verlust der Proteostase und zu Neurodegeneration bei.
Quellen
- Wilkinson KD. (2005). The discovery of ubiquitin-dependent proteolysis. *Proceedings of the National Academy of Sciences USA*doi:10.1073/pnas.0504842102
- Löw P. (2015). The amazing ubiquitin-proteasome system: structural components and implication in aging. *International Review of Cell and Molecular Biology*doi:10.1016/bs.ircmb.2014.09.002
