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Zellbiologie

Ubiquitin-Proteasom-System

ENUbiquitin-proteasome system

Das Ubiquitin-Proteasom-System (UPS) ist ein zentraler Weg der Zelle, um kurzlebige, fehlgefaltete oder regulatorische Proteine gezielt abzubauen, und ergänzt den autophagisch-lysosomalen Abbau. Zielproteine werden in einer enzymatischen Kaskade mit Ubiquitinketten markiert: E1-Enzyme aktivieren das Ubiquitin, E2-Enzyme übertragen es, und E3-Ligasen sorgen für die Substratspezifität; K48-verknüpfte Polyubiquitinketten sind das klassische Signal für den Proteasomabbau, während andere Verknüpfungen nicht-abbauende Funktionen erfüllen. Anschließend wird das Protein im 26S-Proteasom entfaltet und in kurze Peptide gespalten. Das UPS steuert Zellzyklus, Signalwege und Stressantworten; seine Aktivität nimmt im Alter ab und trägt zum Verlust der Proteostase und zu Neurodegeneration bei.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Wilkinson KD. (2005). The discovery of ubiquitin-dependent proteolysis. *Proceedings of the National Academy of Sciences USA*doi:10.1073/pnas.0504842102
  2. Löw P. (2015). The amazing ubiquitin-proteasome system: structural components and implication in aging. *International Review of Cell and Molecular Biology*doi:10.1016/bs.ircmb.2014.09.002