Ruheherzfrequenz
ENResting heart rate
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Die Ruheherzfrequenz (RHF) gibt die Schläge pro Minute im vollständig entspannten Zustand an, idealerweise liegend nach mehreren Minuten Ruhe oder direkt nach dem Aufwachen gemessen, und wird durch Koffein, Erkrankungen, Medikamente und Schlaf beeinflusst. Gut Trainierte haben in der Regel eine niedrigere RHF durch eine Kombination aus intrinsischem Umbau des Sinusknotens (insbesondere Herunterregulation des HCN4-'Funny'-Kanals, die auch nach autonomer Blockade fortbesteht) und erhöhtem Vagotonus, mit gesteigertem Schlagvolumen als paralleler kardialer Anpassung. Epidemiologische Daten (z. B. Aune 2017) zeigen, dass eine erhöhte RHF mit höherer kardiovaskulärer und Gesamtmortalität verbunden ist, was sie zu einem einfachen Biomarker macht.
Quellen
- Cooney MT, Vartiainen E, Laatikainen T, Juolevi A, Dudina A, Graham IM. (2010). Elevated resting heart rate is an independent risk factor for cardiovascular disease in healthy men and women. *American Heart Journal*doi:10.1016/j.ahj.2009.12.029
- Kannel WB, Kannel C, Paffenbarger RS Jr, Cupples LA. (1987). Heart rate and cardiovascular mortality: the Framingham Study. *American Heart Journal*doi:10.1016/0002-8703(87)90666-1
- Aune D, Sen A, ó'Hartaigh B, Janszky I, Romundstad PR, Tonstad S, Vatten LJ. (2017). Resting heart rate and the risk of cardiovascular disease, total cancer, and all-cause mortality – A systematic review and dose–response meta-analysis of prospective studies. *Nutrition, Metabolism and Cardiovascular Diseases*doi:10.1016/j.numecd.2017.04.004
