mTORC1 / mTORC2 (mTOR-Komplexe)
ENmTORC1 / mTORC2 (mTOR complexes)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Die Kinase mTOR (mechanistic target of rapamycin) bildet zwei strukturell und funktionell unterschiedliche Multiproteinkomplexe: mTORC1, der durch die Gerüstuntereinheit Raptor definiert wird, und mTORC2, der durch Rictor charakterisiert ist. mTORC1 integriert Signale aus Aminosäuren, Insulin, Energiestatus und Wachstumsfaktoren, fördert anabole Prozesse, vor allem die Ribosomenbiogenese über S6K1- und 4E-BP1-Phosphorylierung, und hemmt die Autophagie durch Phosphorylierung von ULK1; er wird allosterisch akut durch Rapamycin gehemmt. mTORC2 hingegen ist unter Standardbedingungen rapamycininsensitiv, phosphoryliert AKT an Ser473 zur Regulation von Zellüberleben und Zytoskelettorganisation und wirkt in den PI3K/AKT/FOXO-Signalweg ein. Im Kontext des Alterns gilt chronische mTORC1-Hyperaktivität als wesentlicher Treiber eines anabolen Ungleichgewichts und einer supprimierten Autophagie, während die differenziellen Beiträge beider Komplexe zur Lebensverlängerung, insbesondere bei globaler mTOR-Hemmung, noch aktiv erforscht werden.
Quellen
- Sarbassov DD, Ali SM, Kim DH, et al.. (2004). Rictor, a novel binding partner of mTOR, defines a rapamycin-insensitive and raptor-independent pathway that regulates the cytoskeleton. *Current Biology*doi:10.1016/j.cub.2004.06.054
- Saxton RA, Sabatini DM. (2017). mTOR Signaling in Growth, Metabolism, and Disease. *Cell*doi:10.1016/j.cell.2017.02.004
