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Zellbiologie

Inflammaging

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Inflammaging bezeichnet die chronische, niedriggradige und sterile Entzündung, die im Alter auch ohne erkennbare Infektion auftritt. Charakteristisch sind häufig erhöhte Basiswerte entzündungsfördernder Mediatoren wie IL-6, TNF-alpha und CRP, ausgelöst durch seneszente Zellen, angesammelten Zellschutt, Darmdysbiose und eine fehlregulierte Immunabwehr. Inflammaging gilt als ein Hallmark des Alterns und ist in vielen Studien mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Neurodegeneration, Gebrechlichkeit, Sarkopenie und Gesamtmortalität assoziiert.

Quellen

  1. Franceschi C, Bonafè M, Valensin S, et al.. (2000). Inflamm-aging: An evolutionary perspective on immunosenescence. *Annals of the New York Academy of Sciences*doi:10.1111/j.1749-6632.2000.tb06651.x
  2. Franceschi C, Campisi J. (2014). Chronic inflammation (inflammaging) and its potential contribution to age-associated diseases. *Journals of Gerontology A*doi:10.1093/gerona/glu057