IGF-1
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Der insulinähnliche Wachstumsfaktor 1 (IGF-1) wird überwiegend in der Leber unter Stimulation durch Wachstumshormon gebildet und vermittelt einen Großteil der anabolen GH-Wirkungen auf Muskulatur, Knochen und andere Gewebe. Als Biomarker dient er als stabiler Surrogatparameter der GH-Achse und spiegelt zudem Ernährungszustand und Proteinzufuhr wider. Höhere Erwachsenenwerte sind mit erhöhtem Krebsrisiko verbunden; sehr niedrige Werte sind beobachtungsbasiert mit Frailty und Muskelverlust assoziiert, was jedoch teilweise eine zugrunde liegende Erkrankung oder Mangelernährung widerspiegeln kann und keinen direkten kausalen Langlebigkeitsnachteil belegt. Der Zusammenhang zwischen IGF-1 und Langlebigkeit beim Menschen ist komplex und nicht einfach U-förmig.
Quellen
- Key TJ, Appleby PN, Reeves GK, Roddam AW. (2010). Insulin-like growth factor 1 (IGF1), IGF binding protein 3 (IGFBP3), and breast cancer risk: pooled individual data analysis of 17 prospective studies. *Lancet Oncology*doi:10.1016/S1470-2045(10)70095-4
- Burgers AMG, Biermasz NR, Schoones JW, Pereira AM, Renehan AG, Zwahlen M, et al.. (2011). Meta-analysis and dose-response metaregression: circulating insulin-like growth factor I (IGF-I) and mortality. *Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism*doi:10.1210/jc.2011-1377
- Milman S, Atzmon G, Huffman DM, Wan J, Crandall JP, Cohen P, et al.. (2014). Low insulin-like growth factor-1 level predicts survival in humans with exceptional longevity. *Aging Cell*doi:10.1111/acel.12213
