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Zellbiologie

GDF11 (Wachstumsdifferenzierungsfaktor 11)

ENGDF11 (Growth Differentiation Factor 11)

GDF11 (Wachstumsdifferenzierungsfaktor 11) ist ein Ligand der TGF-β-Superfamilie, der während der Embryonalentwicklung eine etablierte Rolle bei der axialen Musterbildung und Organogenese spielt, indem er über Activin-Typ-II-Rezeptoren und die Transkriptionsfaktoren SMAD2/3 signalisiert. Seine Bedeutung für das adulte Altern rückte nach Parabiosestudien von 2013–2014 in den Fokus, die berichteten, dass zirkulierende GDF11-Spiegel im Alter abfallen und eine Supplementierung Merkmale kardialer Hypertrophie sowie Muskel- und Hirn-Aging in Mäusen umkehre. Nachfolgende Arbeiten stellten diese Befunde jedoch aufgrund von Fragen zur Assay-Spezifität infrage; einige Studien fanden mit dem Alter steigende GDF11-Spiegel und konnten die verjüngenden Effekte nicht reproduzieren. Der aktuelle Konsens ist, dass GDF11s Rolle als systemisch wirkender Pro-Jugendlichkeitsfaktor in adulten Säugetieren ungeklärt und umstritten bleibt und validierter, isoformspezifischer Assays bedarf.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Loffredo et al.. (2013). Growth differentiation factor 11 is a circulating factor that reverses age-related cardiac hypertrophy. *Cell*doi:10.1016/j.cell.2013.04.015
  2. Rodgers BD, Eldridge JA. (2015). Reduced Circulating GDF11 Is Unlikely Responsible for Age-Dependent Changes in Mouse Heart, Muscle, and Brain. *Endocrinology*doi:10.1210/en.2015-1628