FGF21 (Fibroblasten-Wachstumsfaktor 21)
ENFGF21 (Fibroblast Growth Factor 21)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
FGF21 (Fibroblasten-Wachstumsfaktor 21) ist ein endokrines Mitglied der FGF-Superfamilie, das vorwiegend von der Leber als Reaktion auf Fasten, diätetische Proteinrestriktion und mitochondrialen Stress sezerniert wird und über FGFR1c/β-Klotho-Ko-Rezeptorkomplexe auf Zielgewebe wirkt. FGF21 fördert die Fettsäureoxidation, Ketogenese und Insulinsensitivierung und supprimiert die Wachstumshormon/IGF-1-Achse. Transgene Mäuse, die FGF21 überexprimieren, leben im Median rund 36 % länger (Zhang 2012, mit geschlechtsspezifischer Verlängerung der mittleren Lebensspanne von ~30 % bei Männchen und ~40 % bei Weibchen) mit Verbesserungen in Stoffwechselgesundheit und Adipositas; erhöhte zirkulierende FGF21-Spiegel beim Menschen sind hingegen paradoxerweise mit Stoffwechselerkrankungen und Gebrechlichkeit assoziiert, was wahrscheinlich eine kompensatorische Induktion in Zuständen metabolischen Stresses widerspiegelt und keine direkte pro-Alterungsrolle darstellt. Pharmakologische FGF21-Analoga befinden sich in klinischer Entwicklung für metabolische Lebererkrankungen.
