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Biomarker

Creatinkinase (CK)

ENCreatine kinase (CK)

Die Creatinkinase (CK) katalysiert die reversible Übertragung einer Phosphatgruppe von Phosphokreatin auf ADP und regeneriert damit ATP in Geweben mit hohem und wechselndem Energiebedarf, vor allem Skelettmuskel, Herzmuskel und Gehirn. Im Serum wird CK freigesetzt, wenn diese Gewebe geschädigt sind; die Isoenzymdifferenzierung in CK-MM (Skelettmuskel), CK-MB (Herz) und CK-BB (Gehirn) erlaubt eine organspezifische Zuordnung. Historisch galt eine erhöhte CK-MB als Diagnosekriterium für den Myokardinfarkt, doch seit der Fourth Universal Definition of MI (2018) ist kardiales Troponin (vorzugsweise hochsensitiv) als Standardbiomarker an die Stelle der CK-MB getreten. Passagere CK-Anstiege nach ungewohnter intensiver körperlicher Belastung sind physiologisch und harmlos, wohingegen anhaltende Erhöhungen auf eine Myopathie, Rhabdomyolyse oder statininduzierte Muskeltoxizität hindeuten. In der Sarkopenie-Forschung werden Ruhe-CK und ihr zeitlicher Verlauf als indirekte Marker der Muskelmembranintegrität untersucht.

Quellen

  1. Brancaccio P, Maffulli N, Limongelli FM. (2007). Creatine kinase monitoring in sport medicine. *British Medical Bulletin*doi:10.1093/bmb/ldm014