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Bildgebung & Diagnostik

Koronare CT-Angiographie (CCTA)

ENCoronary CT angiography (CCTA)

Geprüft von

Die koronare CT-Angiographie (CCTA) nutzt Multidetektor-Computertomographie mit intravenösem Jodkontrastmittel zur dreidimensionalen Darstellung der Koronararterien und erlaubt die Beurteilung sowohl der Lumenstenose als auch der Plaquezusammensetzung, einschließlich nicht-kalzifizierter, niedrig-attenuierter (lipidreicher) Plaques, die im nativem Kalzium-Scoring nicht sichtbar sind. In der randomisierten SCOT-HEART-Studie (n=4.146) reduzierte CCTA-gesteuertes Management den kombinierten Endpunkt aus koronarem Herztod und nicht-fatalem Herzinfarkt über fünf Jahre um 41 % gegenüber Standardversorgung, teilweise durch Risikoreklassifikation und Einleitung präventiver Therapie. Moderne CCTA liefert mit iterativer Rekonstruktion effektive Strahlendosen von etwa 1–5 mSv, deutlich niedriger als frühere Protokolle; die CT-abgeleitete fraktionelle Flussreserve (CT-FFR) erweitert die Untersuchung um die hämodynamische Relevanzbeurteilung ohne invasive Katheterisierung. CCTA unterscheidet sich vom Koronararterien-Kalzium-Scoring (CAC): Der CAC-Score quantifiziert ausschließlich kalzifizierte Plaques, während CCTA das gesamte atherosklerotische Plaque-Spektrum einschließlich nicht-kalzifizierter Läsionen erfasst.

Quellen

  1. Bittner DO, Mayrhofer T, Budoff M, et al.. (2020). Prognostic Value of Coronary CTA in Stable Chest Pain: CAD-RADS, Coronary Artery Calcium, and Cardiovascular Events in the PROMISE Trial. *JACC: Cardiovascular Imaging*doi:10.1016/j.jcmg.2019.09.012
  2. Newby DE, Adamson PD, Berry C, et al.. (2018). Coronary CT Angiography and 5-Year Risk of Myocardial Infarction (SCOT-HEART). *New England Journal of Medicine*doi:10.1056/NEJMoa1805971